Fallen Lands

Legende der C’arank’ara

by on Mrz.21, 2009, under Magier

Die Legende der C’arank’ara

Lindor WaldDie Welt steht im ständigen Wandel. Leben entsteht und Leben vergeht, Berge wachsen aus dem Boden oder werden von den Naturgewalten gestürzt; wo vor Jahren große Ebenen waren, befinden sich Meere; wo einst Quellen entsprangen und Flüsse flossen, sind Wüsten, leer und tot.
Doch all dies geschah nicht von alleine, sondern wurde geschaffen und geformt von den großen Wesen, alten Patronen aus vergangenen Äonen, die stets auf das Land blicken und darüber wachen.
Sie waren es, die durch ihr Zusammenspiel die Welt erschufen, Berge wachsen ließen, Meere füllten oder gar Erbautes wieder zerstörten.
Alte Aufzeichnungen besagen, dass auch sie es sein werden, die die Erde einst wieder in ihren Urzustand versetzen. Jedoch wird nicht beschrieben, wann dies sein wird…

Genannt werden sie auch die großen Sechs, Wächter der Elemente, Wesen von großer Kraft, die sich jedoch im Verborgenen halten und ihr Anblick war nur sehr wenigen Sterblichen erlaubt gewesen.
Die Vorfahren der Menschen gaben ihnen Namen und diese wurden seither immer wieder überliefert und somit nie vergessen.
So waren die großen Sechs unter den Namen Erendor, Patron des Windes; Findolar, Patron der Wasser; Kastaron, Patron des Feuers; Eglareth, Patron der Erde; Diere, Patronin des Lichtes und Moander, Patron der Schatten, bekannt und verehrt.

Viele Sagen und Legenden erzählen von den Patronen, von ihrem Auftritt und ihrem Einfluss in den Landen.
In dieser Geschichte soll über Moander und C’arank’ara berichtet sein, denn durch sie kam es zum Fall des Schlosses Kazhal und der Verwüstung des Landes Lindor.

Moander

Sowie der Tag und die Nacht ihre Bahnen ziehen, die Welt in Licht und Dunkelheit tauchen, so spiegelt sich dies im Kampf Moanders und Dieres wieder. So hüllen Dieres Strahlen die Weil in ein warmes, helles Licht, doch verschlingt Moanders Finsternis diese nach einiger Zeit und legt einen dunklen, kalten Schleier über sie hinweg.

Es heißt, Moander soll, unerkannt im Schutze seiner Dunkelheit, vor vielen Jahrhunderten eine Kreatur erschaffen haben, welche unsichtbar und fast lautlos durch die Nacht wandert und weder Tier noch Mensch in Ihrer Lust des Mordens, ihrer Gier nach Blut und Fleisch, verschont.
Der Neid Moanders auf die Völker der Welt ließ seine Grausamkeit, seine Eifersucht, seinen Wunsch nach Zerstörung und Tod in dieses Geschöpf einfließen und belebte es mit einem inneren Hass und der Gier nach Macht und Mord.
So wurde ein Wesen in die Welt gesetzt, welches die Dunkelheit nährt, jedoch das Lichte an ihm zehrt und das den Schrecken der Nacht mit sich brachte.

Mit seinen schwarzen, ovalen Augen war es in der Lage jeglichen Lichtstrahl in der Dunkelheit aufzusaugen und in der Finsternis seines Herzens zu verschlingen. Seine Glieder, bestückt mit feinen, doch festen Schuppen ließen es geschmeidig und flink durch Wald und Feld ziehen, und somit seine Opfer mit Leichtigkeit jagen.
Sein Haupt, überzogen mit dunklen harten Stacheln, wies an einer Mundöffnung, verborgen hinter feinen Stücken seiner Haut, scharfe, graue Fangzähne auf, die es tief in das Fleisch seiner Opfer bohrte und sie tötete.
Mit seinen dünnen, aber starken Beinen, die drei mal paarweise aus seinem Rumpf ragten, war es in der Lage, sich flink zu bewegen und seine Opfer nach ihrer Hoffnungslosen Flucht zu umschlingen, um ihren Leibern dann in ihrer Todesangst die Seele zu entreißen.

Die Gestalt dieses Wesens war unbekannt bei den Menschen, denn kein Lebender von ihnen bekam es je zu Gesichte und war in der Lage, davon zu berichten. Versuche, dieses Ding zu fangen oder gar zu töten schienen vergebens, und viele Krieger ließen bei den erfolglosen Unterfangen ihr Leben, denn das Monster lauerte ihnen allen auf.

Seither fürchten die Menschen die Nacht und schließen sich in ihren Häusern ein, immer in der Angst vor dem unsichtbaren Grauen. Oft berichteten sie sich, einen dunklen Schatten gesehen zu haben, der in der Dunkelheit, suchend, durch die Straßen schlich…
Ihre Hoffnung lag bei Diere, auf dass ihr Licht das Monster vertreibe und die Menschen aus ihren Häusern befreie, sobald der Tag anbrach. Die Legende um C’arank’ara, dem Schrecken der Nacht, so wie sie dieses Monster nannten, war geboren und seither in jeder Generation weitergegeben und gefürchtet…

Orks

OrksNachrichten über dieses dunkle Wesen verbreiteten sich anfangs wie ein Lauffeuer in alle Lande.
Selbst im Verborgenen lebende Völker fürchteten sich vor ihr, denn sobald Diere ihr Licht preisgab, verkroch sich C’arank’ara in dunklen Höhlen oder Spalten und führte dort ihre Machenschaften fort.
So kam es, dass sie immer öfter die unendlich weiten Höhlen des Berges Caras aufsuchte, denn die Höhlengänge gingen bis weit in das Herz des Berges hinein und kein Lichtstrahl Dieres konnte diese Finsternis durchdringen.
Die in den Höhlen lebenden Kreaturen, größtenteils Orks, fingen mit der Zeit an, C’arank’ara zu verehren. Sie fingen Tiere, Menschen oder andere Wesen, die sie ihr opferten, damit sie wohlgestimmt war und ihre eigenen Gesellen nicht ermordete. Selbst die großen Schamanen unter ihnen schworen ihr die Treue und dienten ihr lange Zeit als ihre Untergebenen.
Sie sahen in ihr eine mächtige Verbündete, aber auch einen tief gehassten Feind.
Viele Jahrhunderte ließ C’arank’ara die Orks für sich arbeiten, Waffen schmieden oder tiefe und große Hallen unter den Berg graben, aufdass sie dort vor Tagesanbruch in ihr eigenes Reich zurückkehren konnte.

Einige Jahrhunderte lang blieb das Versteck C’arank’aras unbemerkt bei den Menschen von Lindor.
Sie glaubten, das unbekannte Grauen ziehe sich in die Finsteren Abgründe zurück, aus denen man vermutete, dass sie stammte. Somit blieb ihr Versteck in den Bergen lange Zeit verborgen.

König Thargelion

Die Menschen blieben in all der Zeit dennoch sehr stark auf der Hut. Selbst tagsüber wurde die Anzahl der Wachen im Lande Lindor und vor allem in seinem Schloss Kazhal stark erhöht. König Thargelion und seine Gemahlin, Königin Erindia, die im vierten Jahrhundert nach C’arank’aras Erscheinen herrschten, waren um das Wohl ihres Volkes sehr besorgt. Sie wuchsen mit den grausamen Geschichten über die Taten des mordenden Ungeheuers auf und in ihren Herzen brannte, wie bei vielen anderen auch, ein großer Hass gegen sie.

Besonders große Sorgen machten ihnen die Kinder, ihre eigenen und die ihrer engen Verwandten und Freunde. Denn sie waren es, die die nächste Generation darstellten und ihr Bestehen in den Landen sicherten.
Das Königspaar besaß zwei Kinder, Herondur und Eridala, die von der Amme Kilia großgezogen wurden, nach den Sitten und Regeln, die ihnen ihr Königshaus vorgab.

Besonders Herondur und Eridala war es untersagt, die sicheren Mauern des Schlosses, noch kurz vor Dieres Verschwinden hinter den südlichen Gebirgen, zu verlassen – die Furcht vor dem unbekannten Monster war zu groß.
In Herondur wuchs jedoch mit zunehmendem Alter das Verlangen, die Welt im Schleier der Nacht zu durchlaufen und all die Geschöpfe zu entdecken, die des Nachts aus ihrem Schlaf erwachen.
Dem Königspaar war dieser Wunsch bekannt, jedoch war die Liebe zu ihren Kindern zu groß, als dass sie ihren Sohn gehen lassen wollten, und so schlossen sie ihn in der Zeit Moanders ein.
Mit großem Widerstreben ließ sich Herondur dies eine Weile gefallen, doch es erhöhte jedoch umso mehr dieses Verlangen in ihm, und er beschloss fort zu gehen.

König und seine Suche

koenigSo gerieten Thargelion und Erindia in große Sorge, als Herondur eines Abends nicht in den Mauern des Schlosses aufzufinden war. Sie beauftragten die mutigsten Männer durch Abgabe von hohen Goldsummen, ihren Sohn trotz der eintreffenden Nacht zu suchen und ihn zurück ins Schloss zu bringen. Ihre Angst galt dem leben ihres Sohnes, denn sie wussten, C’arank’ara würde diese Nacht erneut auf ihre Beutezüge gehen und ihn finden, selbst, wenn er versuche, sich zu verstecken.

Die Nacht wurde schlaflos für das Königspaar und selbst vor Sonnenaufgang kam keine Nachricht von den Männern zurück.
Umso mehr achteten sie nun auf ihre Tochter, die zurückgeblieben war und ihrem Bruder nicht folgte, und hofften auf Berichte der Suchenden – jedoch vergebens.
Viele Tage lang kam weder eine Meldung, noch ein Zeichen der Männer, die Thargelion und Erindia losgeschickt hatten.
Jedoch brach kurze Zeit später im Lande große Furcht aus, als einige Holzarbeiter im naheliegenden Wald die Überreste dieser Männer fanden.

König Thargelion wollte das Schicksal seines Sohnes nicht mehr in die Hand anderer legen und beschloss, trotz der Bitten seiner Frau, zu warten, selbst nach seinem Sohn, seinen Thronfolger, zu suchen.
So ritten er und einige Krieger im Schutze Dieres durch das Land und suchten und riefen nach Herondur, jedoch bekamen sie keine Antwort.
Sie durchquerten Wald und Feld und gelangten zum südlichen Gebirge des Caras und seinen unendlichen Höhlen.
In diesen Gegenden, so wusste man, hausten die Orks und überfielen und töteten passierende Händler oder Reisende. Jedoch wichen die Orks vor ihnen zurück und blieben im Verborgenen, denn C’arank’ara wusste bescheid vom König und seiner Suche.
Sie fand gefallen daran das Leid und den Schmerz Thargelions fühlen zu können und so beschloss sie, sich zu erkennen zu geben, um diese Qualen mit ihren pechschwarzen, großen, ovalen Augen aufzunehmen und sich daran zu ergötzen.
Wie ein Flüstern in seinem Ohr folgte der König mit seinen Mannen ihrer Stimme, die er als einziger von seinen Begleitern vernahm und so gelangten sie zu einer großen tiefen Höhle. Wie von einem Zauber gefesselt betrat er sie und ging über vom gleißenden Lichte Dieres in die Finsternis C’arank’aras.
Seinen Männern ordnete er an, im Licht zu warten, denn die Stimme befahl es ihm.

Höhlen Labyrinth des Caras

labyrinthMit jedem Schritt in die Höhle wurde sein Herz schwerer und sowohl Angst, als auch Gewissheit breiteten sich in ihm aus. Die Dunkelheit verschlang nun fast jeglichen Lichtstrahl Dieres und Thargelion blieb stehen. Er spürte, dass er nicht allein in der Höhle war und kniff die Augen zusammen, in die Dunkelheit starrend.
Ein leichtes Zischen hallte immer wieder von der Höhlenwand zu ihm. Thargelions Atem wurde heftiger und er griff zu seinem Schwert, zog es jedoch nicht aus der Scheide.
Seine, trotz des Alters sehr guten Augen verrieten ihm zwei wie Obsidiankristalle glänzenden Ellipsen in der Dunkelheit, die auf ihn gerichtete waren.
Etwas schien ihn anzuziehen, jedoch konnte er widerstehen und sein Blick führte stets geradeaus in die Leere.

Die zwei Augen schienen langsam näher zu kommen und Thargelion konnte fühlen, dass dieses Wesen bei jedem Schritt in Richtung des Lichtes, große Schmerzen verspürte.

Langsam jedoch wurden aus den anfänglichen Zischgeräuschen deutlich werdende Worte, die Thargelion vernahm. Dieses Wesen schien zu ihm zu sprechen:
„Ich habe gewusst, dass du herrrkommen würrrdest!“ , hallte es durch den Gang.
„Du hast mich geführt, so scheint mir das Bild nun klarer zu werden“, entgegnete Thargelion und sprach weiter, „Wer bist du, Wesen von finsterer Gestalt? Mein Herz empfindet großen Hass gegen dich, doch gib dich zu erkennen!“
Ein leichtes Glitzern in den Augen des Monsters schien aufzuleuchten und sich dann wieder auf Thargelion zu richten, gefolgt von einem weiteren Zischen:
„Einen Namen habt ihrrr mirrr längst gegeben. Gefürrrchtet werrrde ich von Mensch und Tierrr. Selbst deine Angst kann ich verrrnehmen, denn Geschichten errrzählt ihrrr euch überrr mich.“ Das Wesen unterbrach sich und ein lauter werdendes Knurren folgte, dass daraufhin erneut in ein Zischen überging.
Schreie hallten daraufhin von draußen einher und das Wiehern von Pferden verstummte genau so schnell, wie es begann…

Thargelion blickte in das grelle Licht des Höhleneinganges und wandte sich, in großer Wut, um und sprach leise: „C’arank’ara“, er stockte, „Wesen der Finsternis, die wir dich Jahrhunderte lang fürchteten. Wesen, das unsere Herzen mit Angst erfüllt und ebenso Hass entflammt. Deine Taten sollen nicht von Dauer mehr sein, denn deine Werke sind die des Bösen!“
C’arank’ara blieb still und schien für einen Moment vor Thargelion zurückzuweichen, denn sie konnte in sein Herz schauen und mit ihm fühlen. Sie wusste, dass er in seinem Hass und seiner Wut, seiner Lust all ihre Taten zu rächen, große Kräfte aufbringen könne.
Thargelions gezogenes Schwert reflektierte das einfallende Licht und leuchtete in einem grellen glänzenden Weiß auf, gestärkt durch seine innere Kraft.
Doch wandte sie ihre List an und traf Thargelion, wo er am verwundbarsten war.
Aus den Tiefen des Dunklen schien ein Stück glänzenden Stoffes vor Thargelions Füßen zu fliegen.
Es trug das Wappen des Königs und alle Ungewissheit des Königs löste sich, wie ein vergehender Nebel in seinem Geiste auf.

Ein gewaltiger Schrei, ein Laut unbändiger schmerzen, gefolgt von einem heftigen Zischen, durchfuhr das Höhlenlabyrinth des Caras, doch die Schreie waren nicht die Thargelions…
In seinem Hass, seiner Verzweiflung und in seiner Unüberlegtheit sprang er mit dem gleißenden Schwert auf das Monster zu und stach in sein Auge. Das einstige Glitzern darin verschwand und wurde von dunklen Tropfen entrinnender Flüssigkeit gen Boden getragen, wo es verblasste.

C’arank’ara wich zurück und verschwand in der Dunkelheit.
Der innere Schmerz Thargelions war enorm und nur mit großer Mühe trat er langsam zurück ins Licht.
Der blutbefleckte Boden und seine verstorbenen Mannen schienen seinem Schmerz nicht vergrößern zu können und so ging er allein den Berg Caras hinab in Richtung des Schlosses, verschont von den versteckten Orks, die durch den Schmerzensschrei dieser Bestie eingeschüchtert und staunend im Verborgenen blieben.
Ohne Pferd dauerte die reise einige Tage, doch C’arank’ara verkroch sich auch des Nachts in ihrer Höhle, um die Wunden zu versorgen und ihren größer werdenden Hass gegen die Menschen Lindors zu nähren.

„Krieger und Magier des Landes“

Die Nachricht um den verstorbenen Prinzen und der Kreatur verbreitete sich im ganzen Land. Jedoch war die Trauer um den Königssohn größer als die Berichte, das Monster sei verwundet worden und in dem einem Kampfe vom König besiegt.
C’arank’ara blieb die folgenden Jahre in ihren Dunklen Hallen und kam nicht eineinziges mal im Schutze Moanders hinaus und so genoss sie eine gute Heilung ihrer Wunde.
Auf ihren Befehl hin fingen die Orks nun an, sich auf einen von ihr befohlenen Angriff vorzubereiten.
Der Verlust ihres Auges durfte nicht ungesühnt bleiben…

Die Königin wurde nach der Kunde über ihren Sohn sehr krank und der innere Schmerz und die Verzweiflung ließen keine Genesung erreichen. Selbst die besten Heiler des Landes, selbst Magie konnte nicht helfen und sie verstarb ebenso schnell, wie ihr Sohn verschwand.

Der König war nun alleine mit seiner Tochter und er suchte Rat bei Freunden und Verwandten.
Der Tod zweier aus ihrem Geschlecht musste gerächt werden.

So geschah es, dass der König sowohl Krieger als auch Magier des Landes zusammenkommen ließ, um zu beraten. Darunter auch der 8 jährige Xyron und sein Lehrmeister Zaranthur.
Sie wurden aus dem Nachbarlande Eldarion gerufen, wo sie zusammen in der einstigen Akademie von Ellthor lebten und lernten. Xyron wurde dort in sehr frühem Alter von seinen Eltern ausgesetzt, denn sie fürchteten sich vor ihm und seinen Fähigkeiten. So nahm ihn Zaranthur auf und umsorgte ihn, wie einen Vater und begann ihn in den Gefilden der Magie zu unterrichten.
Nun war ihr neues zu Hause im Schloss des Königs, wo Xyron seine restliche Kindheit verbrachte.
Über die Ereignisse, die sich im Laufe der Jahre Abspielten, soll in dieser Geschichte nicht berichtet werden, sondern sie werden ein eigenes Kapitel umfassen.

Thargelion befahl nun den Schmieden des Landes Rüstungen und Schwerter anzufertigen, aber auch Krieger auszubilden, die gegen dieses Monster kämpfen sollten.
So vergingen viele Jahre und sowohl die Menschen, als auch C’arank’ara, genährt von Hass gegen Thargelion, machten sich bereit, einen Angriff zu starten.
Die Magier fingen an nach weiteren Formeln zu forschen, die im Kampfe gegen dieses Biest von großen nutzen sein könnten und Xyron erhielt in den weiteren Jahren seine Ausbildung.

Die Stunde eines großen Krieges stand nun in greifbarer Nähe und viele Angriffe der Orks wussten die Menschen bereits zu zerschlagen, doch in ihrem Hass hielten sie sich lange zurück, denn der Angriff sollte gelingen.

Die Zeit rückte näher, dass der König an der Spitze seines Heeres ausreiten wollte, um dem Schrecken ein für alle Male ein Ende zu setzen, denn Seine Wut ließ sein Schwert immer wieder in sein glänzendes Weiß aufleuchten und er wusste, es war eine tödliche Waffe gegen das Biest.
Jedoch sollte es nicht zu dem Geplanten Angriff kommen, denn es kam die Letzte Nacht, von der über die Menschen in Lindor berichtet wird. C’arank’ara und ihr Heer waren bereit….

Elend der Menschen

Moanders Schatten war in dieser Nacht besonders dunkel und trügerisch. Eine dichte Wolkendecke verhinderte jeglichen Hauch von Licht, das aus der großen Leere des Himmels auf die Erde hätte fallen können. So schritt C’arank’ara an der Spitze eines gewaltigen Heeres von Orks durch das Land und verwüstete alles, was ihr in den Weg kam und tötete in ihrem Wahn, gefüllt vom Hass und dem Schmerz um den Verlust ihres Auges, der Wut und dem Verlangen Rache zu üben, alles Leben und gleichsam taten es die Orks, Kreaturen jeglicher Art gnadenlos abzuschlachten.

Die große Entfernung im Lande wurde mittels der Magie der Schamanen, die unter dem dunklen Grauen noch viel mächtiger wurden, mit Leichtigkeit überwunden und ihre Zauber erhöhten die Geschwindigkeit des Heeres für eine Weile um ein vielfaches.
So Hinterließ das Heer eine Landschaft des Entsetzens, eine tiefe Wunde in der Natur, ein lebloses Land, voller Tod und Zerstörung. Sie plünderten, mordeten und steckten vieles in Brand, das ihren Weg kreuzte.
Das Licht des Feuers wurde jedoch von Moander selbst in dieser Nacht verdunkelt, sodass die Menschen in Unwissenheit blieben…

So begann das Elend der Menschen, als sie die ersten Städte erreichten.
Sie schrieen vor Verzweiflung, vor Angst um ihrem Leben und vor Schmerz.
Das Feuer zehrte an den Häusern und in seinem Lichte häuften sich die Berge der Toten. Die Orks verfielen in einen wahren Blutrausch und selbst C’arank’ara ließ ihrer Lust freien Lauf und genoss es, die wimmernden Opfer vor ihrem Tod zu foltern und zu quälen, bevor sie sie von ihren Schmerzen erlöste.
So zogen sie eine der größten Blutspuren durch das Land hinter sich her und vernichteten alles auf ihrem Weg, der sie immer weiter in Richtung des Schlosses führte.
C’arank’ara hatte ein Ziel und sie würde es in dieser Nacht erfüllen, ehe Diere hinter dem östlichen Grenzen erwacht.
Nach unzähligen Minuten und Stunden des Grauens erreichten sie das Schloss und Moander gab seinen dunklen Schleier, den er über sie legte, auf und sie wurden entdeckt…

Furcht und Panik im Thronsaal

FestungssturmAuf den Zinnen des Schlosses brach eine große Unruhe aus. Späher erblickten das große Heer, das sich an der Westseite des Schlosses aufstellte und die Belagerung begann.
Die Meldungen verbreiteten sich im Schloss wie eine Flut. Die Männer wurden aus dem Schlaf gerissen und machten sich für einen Kampf bereit. Frauen und Kinder wurden in geheime Gänge gebracht, wo man sie in Sicherheit glaubte.
Sowohl Krieger, als auch Gelehrte und Magier eilten zum König um in der Stunde der Not eine Lösung zu suchen. Ihre Gedanken befassten sich mit Flucht, Kampf oder List, mit der sie die Gegner aufhalten oder gar bis zum Morgen ablenken wollten, denn sie erhofften sich von Diere Hilfe.

Doch jegliche Überlegung war vergebens. Mit der Macht von C’arank’ara und der Kraft der Schamanen stießen die Orks ein Loch in die Mauern des Schlosses. Verzweifelt versuchten die Wachen die Eindringlinge aufzuhalten, doch die Gier nach Blut und der Trieb zum Morden von C’arank’ara war ihnen weit überlegen.

Große Panik und Furcht breitete sich im Thronsaal aus und die Anwesenden, unter ihnen ebenfalls Xyron, wussten in der Stunde keinen Rat. Die Schreie der Menschen und die Kampfrufe der Orks drangen durch die Gänge des Schlosses. Sie verriegelten die Tore des Thronsaales in der Hoffnung, etwas Zeit zu gewinnen, doch C’arank’aras Rache wartete nicht.
So zerbrachen die Tore in großen Stücken und gaben den Weg frei. Hinein trat ein schier pechschwarzes Wesen, dass die Anwesenden durch sein erzürntes Auge erfasste.

In dem Gang hinter den Toren ertönte das Geschrei der Frauen und Mädchen und viele Orks verschleppten sie. Der Grausamkeit der schwarzen Bestie sollte in dieser Stunde keiner entkommen und so erspürte sie die Angst der Frauen und Mädchen und ließ ihr Versteck enttarnen.
Unter ihnen waren auch Eridala und Kilia und in dieser Stunde entflammte erneut die Wut in Thargelion, dessen Namen sie in ihrer Todesangst riefen.

Er zog sein glühendes, weißes Schwert und sprang vor zu C’arank’ara, sodass sie sich nun erneut gegenüber standen, jedoch war in dem erhellten Thronsaal das Licht auf Thargelions Seite.
Der Anblick seiner schreienden Tochter, dem einzigen Menschen seiner Familie, den er noch hatte, ließ ihn in eine Raserei verfallen und nun stellte er sich C’arank’ara auf leben und Tod.
Seine Schreie wiesen den Anderen sich zurück zu ziehen, um einen Ausweg zu suchen. Thargelion jedoch sah keinen Sinn mehr darin sich zu verstecken, um vielleicht alleine bis ans Ende seiner Tage irgendwo in Sicherheit zu leben. Sein Schicksal schien nun bestimmt durch die gesühnte Rache oder das Wiedersehen mit seiner Familie im Jenseits.

Die restlichen Anwesenden verschwanden in die hinteren Gemächer und suchten Rat. Thargelion und C’arank’ara waren nun allein im Thronsaal, dessen Luft vor Anspannung geladen war.

Feuer in Thargelions Herzen

C’arank’ara richtete ihr Auge auf das glänzende Schwert, der Waffe, die ihr so viel Schmerz und Leid gebracht hatte. Langsamen Schrittes ging sie jedoch in Ehrfurcht zurück und stieß ein lautes Zischen durch die Halle, dass einem das Herz zum Stillstand bringen könnte. Doch Thargelions Entschlossenheit und Wut widerstand ihr.
Er umfasste das Schwert mit beiden Händen und schritt auf das schwarze, spinnenartige Wesen zu. Je näher er ihr kam, desto stärker schien das Schwert in seinem Rausch und seiner Rachsucht aufzuleuchten.
C’arank’ara wich jedoch geschickt seinen ersten Angriffen aus und sie wechselten somit die Positionen.
Für Thargelion zählten die umliegenden Geschehnisse nicht mehr, weder die Schreie der Menschen, noch die Orks brachten seinen Blick von ihr ab. Hinter seinem Rücken sammelten sich an den Toren zum Thronsaal einige Orks, die jedoch auf C’arank’aras Befehl hin im Hintergrund blieben. An ihrer Front stand Nagash Gorombragh, der älteste und mächtigste Schamane unter ihnen, und gestützt auf seinen Stab hielt der die Orks hinter sich zurück und musterte ebenfalls das Geschehen.

So begann ein langer und atemberaubender Kampf, der selbst bei den Orks großen Eindruck hinterließ.
Die Entschlossenheit Thargelions ließen in ihm große Kräfte aufrufen und er fügte C’arank’ara erneut starke Wunden auf ihren Gliedern zu. So geschickt sie auch war, die Raserei Thargelions ließ ihn sein Schwert ebenso hurtig führen.

Das Gehjubel der Orks war groß, denn sie standen sowohl auf Thargelions, als auch auf C’arank’aras Seite. Egal wie der Kampfe ausgehen mochte, sie würden dennoch als Sieger triumphierend die Ruinen des Schlosses verlassen.

In Thargelion sah sie den stärksten und mächtigsten Gegner, der ihr jemals vor ihre schwarzen Augen gekommen war. Ihre Wunden waren groß und ihr dunkles Blut befleckte die prachtvollen Teppiche des Bodens und ließen große Löcher darin entstehen.
Doch so sehr das Feuer in Thargelions Herz brannte, es war nicht seine Bestimmung oder lag in seiner Macht, die Schreckensherrschaft C’arank’aras zu beenden.
So wurden schließlich die Hallen von den Schmerzensschreien Thargelions, dem letzten aus dem Königsgeschlechte Lindors, erfüllt, als C’arank’ara in einem Moment der Unachtsamkeit ihm mit ihren scharfen Krallen die Hand mit dem Schwerte vom Körper schnitt und es zerbrechend zu Boden fiel.
Und so verstummten die Schreie letztlich auch, als sie ihn mit ihren Klauen umschlang und langsam, genießend, ihre großen Zähne in sein Fleisch bohrte und er daraufhin elendig verstarb.

Blutdurstige Orks

OrkDas Gehjubel der Orks war groß und so stark, dass es ebenfalls in die hinteren Zimmer zu den restlichen Menschen drang. In ihren Herzen stieg großer Schmerz auf, denn sie wussten, dass C’arank’ara siegte.

Dutzende von lauten Schritten durchliefen nun den Thronsaal, um auch die letzten Überlebenden zu finden.
Lautes Grunzen und Klirren von Schwertern kam immer näher. Die Menschen fühlten, dass ihre Chancen auf Überleben gering war, doch die Magier wussten Rat.
So vereinigten sie ihre Kraft und ließen einen gleißenden Energieball in ihrer Mitte entstehen, der jedoch den Orks mit seinem Lichte den Weg wies und so fanden sie zu den Flüchtenden.
Die erfahrendsten Krieger und einige der Magier lieferten sich mit vielen Orks einen blutigen Kampf, der für beide Seiten viele Verluste herbeiführte.
Der Raum wurde von einem verbrannten Geruch der glühenden Feuerbälle der Magier durchzogen. Die Orkmassen schienen schier unendlich zu sein und immer wieder kamen sie durch die engen Gänge hineingerannt, bereit zum Kampfe.

So geschah es, dass Zaranthur, Xyrons Meister, von Nagash in einem Duell durch ein Messer im Hinterhalt schwer verletzt wurde. Xyron eilte daraufhin, ungeachtet des Kampfgeschehens, zu ihm und sein Meister und Ziehvater verlor daraufhin in seinen Armen das Bewusstsein und Xyron glaubte es wäre der Tod seines Meisters.
Groß war sein Zorn und in seiner Wut und dem Hass, der in ihn aufkam, schritt er auf den sich amüsierenden Nagash zu. In Seinen Händen haltend die gleißende Kraft des Feuers und so fügte er Nagash große Verbrennungen zu.

Doch es geschah, woran in diesen Kämpfen keiner der Flüchtenden gedacht hatte. C’arank’ara erschien, scheinbar erholt von dem Kampfe, in den Toren und zerstörte deren Seiten, die nun genug Platz für sie freigaben.
Dieser Moment ließ viele der Kämpfenden unachtsam werden und die Orks erschlugen daraufhin viele von ihnen. Die Anzahl der Überlebenden war schwindend gering. Die Anwesenheit C’arank’aras gab ihnen die Gewissheit, sie würden den nächsten Tag nicht mehr erleben.

Nun gab es keinen Ausweg mehr, denn die einzigen Tore zu diesen Gemächern waren durch die Orks verschlossen…

Sofort wichen die Orks auf ihren Befehl zurück und C’arank’ara drängte sich nach vorn und blickte zischend zu den Anwesenden und den Toten auf dem Boden. Der Moment sollte ihr allein gehören.
Schnell wie ein Schatten visierte sie ihr erstes Ziel unter den Überlebenden an und genauso schnell hatte sie es mit ihren Zähnen durchbohrt.

Ihre Mordlust und die Befriedigung der Rache ließen sie diese letzten Momente auskosten.
Das Schicksal der Anwesenden war besiegelt und somit ermordete sie einen nach dem anderen.

Das Glück war ihnen zu ihrer letzten Stunde fern, aber dennoch ließ es sie nicht im Stich.
Erwachend in seinen letzten Atemzügen, sich windend vor Schmerz, nutzte Zaranthur seine letzte Energien und erschuf einen Riss in der Zeitebene. Wie ein Sog schienen für einige Momente große Kräfte die Anwesenden hineinzuziehen. Doch dies sollte C’arank’ara nicht aufhalten. So schnellte sie zu dem blutenden Mann und entriss seinem Körper ebenso die Seele und er verstarb daraufhin.
Auch Xyron blieb von ihr nicht verschont und somit tätigte er im großen Schmerz seinen letzten Atemzug, bevor sich seine Augenlieder schlossen…

Doch die Kraft Zaranthurs überließ ihre Körper nicht den blutdurstigen Orks und so wurden ihre leblosen Körper hineingesogen und das Tor schloss sich hinter ihnen…

Die Mauern des Schlosses fielen in dieser Nacht, denn die tobenden Orkhorden rissen alles nieder und plünderten sowohl die Schatzkammern, als auch die gelagerten Vorräte und verschwanden.
Als die gleißenden Strahlen Dieres den Tag brachten, hatten sich die Orks und C’arank’ara in ihre Höhlen zurückgezogen. Ein grauenvoller Anblick ließ sich über die ehemaligen Ländereien von Lindor nieder. Das land war verwüstet und zerstört…

In den Geschichten wird es nun das Land des Todes genannt, denn seither wurde dort kein weiteres Leben gesichtet, kein Lebender wagte sich zu den Zeiten hinein und selbst die Natur begann nicht sich zu erholen.
C’arank’ara hatte gesiegt…

Vernebelte Bilder

Große Schmerzen überkamen seinen Körper. Hastig holte er einige Atemzüge und rang nach Luft.
Er öffnete seine Augen und erblickte einen dunklen Raum um sich herum. Er konnte eine dunkel gekleidete Person erkennen, die ihm den Rücken zugewandt hatte.

Mit vernebelten Blicken, durch die Kraft eines Wesens, erhob er langsam seinen Oberkörper und starrte auf die Person. Staunend blickte er an seinem Körper hinab, denn er glaubte C’arank’ara habe ihn sein Leben genommen. Doch dem war nicht so. Die dunkel gekleidete Person drehte sich daraufhin um und begann zu sprechen:
„Du bist also erwacht“, sprach sie zu Xyron…
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Xyron de Sare – Fallen Lands

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15:04 25.01.2009

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